Wir sind auf dem Weg zur Hölle

Lesungen

Wir sind auf dem Weg zur Hölle

Termine


9.

Nov. 2026

19:00

Porta Westfalica

Laurentiuskapelle

Laurentiusstraße 11, 32457 Porta Westfalica

Infos

„Wir sind auf dem Weg zur Hölle“ - Lesung zum 9. November Anette Splitthoff und Andreas Schöneberg
Die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica und der Kapellenverein Nammen laden zum Gedenken am 9. November ein – Anette Splitthoff und Andreas Schöneberg lesen aus den Aufzeichnungen von Kitty Hart-Moxon und Otto Windmüller – Berichte dokumentieren das Überleben in den Lagern des Nationalsozialismus
Am 09. November 2026 laden die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica und der Kapellenverein Nammen e.V. zu einer Lesung mit dem Titel „Wir sind auf dem Weg zur Hölle“ in die St.-Laurentius-Kapelle Nammen, Laurentiusstraße 6, 32457 Porta Westfalica – Nammen ein. Die Veranstaltung findet anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome statt. Sie beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Den Titel der Veranstaltung haben die KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte und der Kapellenverein, die in Nammen zum ersten Mal zusammenarbeiten, bewusst gewählt. „Es ist ein Zitat der jüdischen Holocaust-Überlebenden Kitty Hart-Moxon, die gemeinsam mit ihrer Mutter das Getto von Lublin, die Konzentrationslager Auschwitz und Groß-Rosen, sowie das Frauen-Außenlager Hausberge überlebt hat“ erläutert Thomas Lange, Geschäftsführer der KZ-Gedenk- und Dokumentatioonsstätte Porta Westfalica.
Anette Splitthoff und Andreas Schöneberg lesen am 09. November abwechselnd aus den Erinnerungen von Kitty Hart-Moxon und Otto Windmüller. Kitty Hart-Moxon, geborene Felix war 12, als die Nationalsozialisten ihr Heimatland überfielen. Otto Windmüller, Sohn jüdischer Eltern, wurde seit der Machtübernahme von den NS-Unterstützern vor Ort terrorisiert, setzte sich aber immer wieder zur Wehr.
Kitty Hart-Moxon und Otto Windmüller sind sich vermutlich nie begegnet, dennoch sind ihre Biografien untrennbar mit Porta Westfalica verbunden. Die Nationalsozialisten zwangen Kitty Hart-Moxon im Außenlager Hausberge zur Arbeit unter Tage, Otto Windmüller wurde in Hausberge geboren und kehrte nach seiner Befreiung dorthin zurück. Beide verloren große Teile ihrer Familie während der Shoah. Sie selber überlebten, durch Glück, Zufälle und nicht zuletzt auch durch die von ihnen entwickelten Widerstandsstrategien. Und sie lebten ihre Leben weiter, teilweise in gleichgültigen, teilweise in offen feindseligen Umgebungen in Großbritannien und an der Porta Westfalica.
Mit ihrer Lesung geben Anette Splitthoff und Andreas Schöneberg in Ausschnitten Einblicke in zwei Überlebensgeschichten. Beide Berichte dokumentieren die Mechnanismen der Ausgrenzung und den Horror des Massenmordes, die ihre Autor:innen nicht nur mit eigenen Augen, sondern am eigenen Körper erlebt haben. Und sie berichten vom Über- und Weiterleben, von der Suche nach Gerechtigkeit und von der Bedeutung der Erinnerung.

Informationen zum Ticketkauf erhalten Sie direkt beim Veranstalter.

Für den Text und die Bilder dieser Veranstaltungsankündigung ist nicht die Redaktion des Mindener Tageblatts verantwortlich, sondern der Veranstalter.

Veranstaltungsort

Laurentiuskapelle

Laurentiusstraße 11

Porta Westfalica 32457

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