Shiva Feshareki & Kit Downes

Musik

Shiva Feshareki & Kit Downes

Termine


31.

Mai. 2026

21:30

Infos

Mit Shiva Feshareki und Kit Downes treffen zwei prägende künstlerische Positionen der zeitgenössischen Musik aufeinander, deren Arbeit den Umgang mit Raum, Instrument und Technologie grundlegend neu denkt. In der außergewöhnlichen Kombination von Kirchenorgel und Turntables entsteht eine Musik, die sich bewusst zwischen Neuer Musik, Sound Art, Improvisation und elektronischer Avantgarde verortet.

Das Duo versteht Klang als räumliches und physisches Erlebnis. Die historische Monumentalität der Orgel trifft auf die Präzision und Offenheit des Live-Turntablism nicht als Kontrast, sondern als gleichberechtigter Dialog zweier Instrumente, die Zeit, Materialität und Wahrnehmung neu verhandeln. Im Zentrum steht eine Musik, die sich aus prozesshaften Strukturen, Verdichtung und kontrollierter Offenheit entwickelt und den Aufführungsraum selbst zum integralen Bestandteil der Komposition macht.

Shiva Feshareki, vielfach ausgezeichnet (u. a. BBC Young Composer Award, Ivor Novello Award), zählt zu den wegweisenden Stimmen einer Generation von Komponist:innen, die akustische, elektronische und performative Praktiken konsequent zusammendenkt. Ihre Arbeiten verbinden Orchester, Elektronik und räumliche Komposition zu immersiven Formaten, die international in bedeutenden Konzerthäusern, Museen und Festivals präsentiert werden.

Kit Downes ist als Organist, Pianist und Komponist eine zentrale Figur an den Schnittstellen von Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik. Bekannt durch seine Veröffentlichungen bei ECM Records und seine genreübergreifenden Projekte, bringt er eine tiefgehende Auseinandersetzung mit historischen Instrumenten und Aufführungsorten in den gemeinsamen Klangprozess ein.

Seit ihrer ersten großen Zusammenarbeit Aetherworld uraufgeführt 2021 im Rahmen der BBC Proms haben Feshareki und Downes eine künstlerische Sprache entwickelt, die über herkömmliche Genrebegriffe weit hinausreicht. Ihr Ansatz verbindet kompositorische Strenge mit einer bewussten Offenheit in der Wahrnehmung. Das Ergebnis ist eine künstlerische Praxis, die den Klang nicht als Objekt, sondern als Zustand begreift. Hier wird Musik zu einer Architektur auf Zeit, die den Hörer dazu einlädt, Klang als eine räumliche und körperliche Dimension völlig neu zu entdecken.

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Für den Text und die Bilder dieser Veranstaltungsankündigung ist nicht die Redaktion des Mindener Tageblatts verantwortlich, sondern der Veranstalter.

Veranstaltungsort

Bergkirche

Bergstraße 16

Osnabrück 49074

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