Bühne
Der Theatermacher - Komödie von Thomas Bernhard
Infos
Da ist er. Der Staatsschauspieler Bruscon. Mit seiner Komödie,
die die gesamte Weltliteratur in sich vereint. Uraufgeführt
werden soll sie in Utzbach, im Tanzsaal des Gasthauses. Für
Bruscon ein Unort. Auch sei Utzbach viel zu klein für diesen
ganz klar sicheren Welterfolg. Dazu droht der Bühnenboden
durchzubrechen, die Luft ist zu schwül, die Feuerwehr wird
wahrscheinlich nicht in der Lage sein, das Notlicht auszuschalten.
Außerdem ist Blutwursttag. Da kommt sowieso
niemand. Sagt die Wirtin.
Das Ensemble besteht aus Bruscons angeblich erkälteter
Ehefrau und seinen beiden talentlosen Kindern. In endlosen Tiraden
nähert sich Bruscon unaufhaltsam dem Vorstellungsbeginn.
Wider Erwarten füllt sich der Saal, es keimt die Hoffnung,
doch noch gehört und angebetet zu werden.
»Wenn wir ehrlich sind, ist das Theater an sich eine Absurdität.
Wenn wir ehrlich sind, können wir überhaupt nichts mehr
tun. Außer uns umbringen. Und da wir uns aber nicht umbringen,
umbringen wollen, wenigstens bis heute und bis jetzt
nicht, da wir uns also bis heute und bis jetzt nicht umgebracht
haben, versuchen wir es immer wieder mit dem Theater.«
die die gesamte Weltliteratur in sich vereint. Uraufgeführt
werden soll sie in Utzbach, im Tanzsaal des Gasthauses. Für
Bruscon ein Unort. Auch sei Utzbach viel zu klein für diesen
ganz klar sicheren Welterfolg. Dazu droht der Bühnenboden
durchzubrechen, die Luft ist zu schwül, die Feuerwehr wird
wahrscheinlich nicht in der Lage sein, das Notlicht auszuschalten.
Außerdem ist Blutwursttag. Da kommt sowieso
niemand. Sagt die Wirtin.
Das Ensemble besteht aus Bruscons angeblich erkälteter
Ehefrau und seinen beiden talentlosen Kindern. In endlosen Tiraden
nähert sich Bruscon unaufhaltsam dem Vorstellungsbeginn.
Wider Erwarten füllt sich der Saal, es keimt die Hoffnung,
doch noch gehört und angebetet zu werden.
»Wenn wir ehrlich sind, ist das Theater an sich eine Absurdität.
Wenn wir ehrlich sind, können wir überhaupt nichts mehr
tun. Außer uns umbringen. Und da wir uns aber nicht umbringen,
umbringen wollen, wenigstens bis heute und bis jetzt
nicht, da wir uns also bis heute und bis jetzt nicht umgebracht
haben, versuchen wir es immer wieder mit dem Theater.«
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