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23.

Mär. 2024

Samstag

Bielefeld

Kunsthalle Bielefeld

Artur-Ladebeck-Straße 5, 33602 Bielefeld

Infos

Die Kunsthalle Bielefeld zeigt vom 23. März bis 16. Juni 2024 die Arbeiten zweier Künstlerinnen, die das gesellschaftspolitische Geschehen ihrer jeweiligen Zeit kritisch reflektieren und durch ihre Werke „Stellung beziehen".

In der Ausstellung begegnen sich mit Käthe Kollwitz (1867–1945) und Mona Hatoum (*1952, lebt in London), zwei Künstlerinnen – eine historische und eine zeitgenössische Position –, die mit ihrer Kunst ein Mahnmal gegen Leid und Unterdrückung und für mehr Menschlichkeit setzen. Die Kunsthalle präsentiert rund 80 Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken von Kollwitz, die mit fünf großformatigen Skulpturen und Installationen Hatoums in einen Dialog gesetzt werden.

„Ich will wirken in dieser Zeit“ gehört zu den berühmtesten Aussprüchen von Käthe Kollwitz (1867–1945). Wie wenige andere hat sie ihre Kunst mit einem sozialpolitischen, humanitären und pazifistischen Engagement verbunden. Mit Empathie nahm sie sich des durch Industrialisierung, Landflucht und Arbeitslosigkeit von Armut und Elend bedrängten Menschen am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts an. Zudem spiegeln sich Kollwitz‘ Erfahrungen zweier Weltkriege und deren Folgen, darunter der Verlust des eigenen Sohnes, der 1914 fiel, in ihrem Werk.

Die Arbeiten der in Beirut geborenen Künstlerin Mona Hatoum (*1952, lebt in London), die der Ausbruch des Bürgerkriegs im Libanon 1975 daran hinderte, aus England in ihre Heimat zurückzukehren, erweitern die Ausstellung um eine zeitgenössische Perspektive. Wie Kollwitz thematisiert auch Hatoum, Trägerin des Käthe-Kollwitz-Preises von 2010, menschliche Grunderfahrungen. Schmerz, Leid und Verletzlichkeit, aber auch das Vertraute und Häusliche, das durch institutionelle Gewalt und Machtsysteme zerstört, gefährdet oder verfremdet wird, stehen bei ihr im Zentrum. Trotz ihrer Thematik sind die Werke der beiden Künstlerinnen, die sich außerdem in einer auf das Wesentliche reduzierten Formensprache treffen und Farbe allenfalls pointiert einsetzen, kein Ausdruck von Resignation. Die Arbeiten beider appellieren an unsere Anteilnahme und zeugen von positivem Engagement.

Informationen zum Ticketkauf erhalten Sie direkt beim Veranstalter.

Für den Text und die Bilder dieser Veranstaltungsankündigung ist nicht die Redaktion des Mindener Tageblatts verantwortlich, sondern der Veranstalter.

Veranstaltungsort

Kunsthalle Bielefeld

Artur-Ladebeck-Straße 5

Bielefeld 33602

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