„Ich habe argentinisches Temperament, aber einen europäischen Kopf.“ sagt die Cellistin Sol Gabetta über sich selbst. Mit unglaublicher Energie arbeitet die Musikerin auf den verschiedensten Feldern - und das immer auf höchstem Niveau! Es gibt wohl kaum ein namhaftes Orchester weltweit, mit dem sie noch nicht konzertiert hat, dazu widmet sie sich der Kammermusik aller Jahrhunderte. Mit "KlickKlack" hat sie eine eigene Sendung im TV. Schon vor 20 Jahren hat Sol Gabetta ihr eigenes Festival gegründet: „Solsberg“ im schweizerischen Ort Olsberg. Hier hat sie ihre Heimat gefunden nach vielen Stationen in Argentinien, Spanien, Deutschland und der Schweiz. Vielsprachig, weltoffen und immer auf der Suche: nach dem eigenen Klang, der treffenden künstlerischen Aussage und nach neuem Repertoire. Diese Suche hat Sol Gabetta vor einiger Zeit auf die Spur von Lise Cristiani gebracht, der ersten Frau, die in aller Öffentlichkeit mit einem Violoncello auf die Bühne trat. Vor 200 Jahren eine Sensation! In enger Zusammenarbeit mit Musikwissenschaftlern hat Sol Gabetta die faszinierende, wenn auch tragisch kurze Laufbahn dieser Ausnahmekünstlerin erforscht und ihr musikalisches Repertoire rekonstruiert, darunter Werke, die ihr gewidmet wurden sowie Arrangements von Offenbach, Donizetti und Rossini. Die außergewöhnliche Geschichte Lise Cristianis bringt Sol Gabetta derzeit mit einem Film, einer CD und einer Tournee in Erinnerung. Am Dienstag, 9. Dezember um 20.00 Uhr wird sie zusammen mit ihrem Ensemble Cappella Gabetta in Bielefeld zu Gast sein. Das Konzert ist eine Liebeserklärung an das Cello und an das Repertoire jener Zeit.