In der letzten Motette des Jahres 2025 in der St. Marienkirche singt der Kammerchor St. Marien unter dem Titel „O magnum mysterium“ ein Programm mit adventlicher a-cappella-Chormusik.
Dabei wird musikalisch ein weiter Bogen von Musik der Renaissance bis zur klassischen Musik der Gegenwart gespannt. Es erklingen Werke von Palestrina, Rheinberger (Auszüge aus „Cantus Missae“, Mahler („Es sungen drei Engel“, arrangiert für Chor von Clytus Gottwald“, Poulenc, MacMillan und Lawson.
Der titelgebende Text „O magnum mysterium“ – „O großes Wunder“ erklingt in zwei verschiedenen Vertonungen: eine sechsstimmige von Palestrina und eine stillere, vierstimmige von Francis Poulenc. Der Text stimmt dabei auf das Wunder der Geburt im Stall von Bethlehem ein: Es ist einer der wenigen liturgischen Texte, in denen „Ochs und Esel“ erwähnt werden, außerdem erinnert er an den Besuch der Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth, die traditionell im Advent erzählt wird.
Großen romantischen Klangstrom bietet die Messe Es-Dur von Josef Rheinberger, die als „Cantus Missae“ bekannt wurde. Für achtstimmigen Doppelchor a cappella gesetzt ist sie ein Höhepunkt der romantischen Chorkompositionen im deutschsprachigen Raum. Cantus Missae ist im Repertoire vieler Chöre ein fester Bestandteil.
Mit dieser Motette endet die erfolgreiche Konzertreihe für 2025, die neben den eigenen Chören u.a. vom Niedersächsischen Vokalensemble, dem Chor vox aeterna aus Hannover, aber auch mit Orgel- und Kammermusik gestaltet wurden.