Glauben Sie niemals einem Hund aus dem Tierheim, wenn er Sie mit tieftraurigen Augen durch die Gitterstäbe hindurch anschaut. Mit einem Blick, der sagt, dass er die ärmste Fellnase überhaupt ist, weil ihn doch niemand auf der ganzen Welt lieb hat …
Ich sage Ihnen, das hat Methode. Er hat es faustdick hinter den Schlappohren. Lassen Sie den erst einmal im neuen Zuhause ankommen. Erst schummelt er sich in Ihr Haus, dann schummelt er sich in Ihr Herz, um dort „Platz und bleib“ zu machen. Und ehe Sie es sich versehen, geben Sie Ihr Geld für Hundefutter, ergonomische Liegeplätze und Tierarztrechnungen aus, während Sie verzückt Filmchen von Ihrem schnarchenden Vierbeiner mit der Welt teilen.
Sylvia Howe, mittlerweile Doppelfrauchen und Autorin von „Chaos, Mut und Hundekekse“, erzählt, wie sie vom Hundemenschen zur #dogmom wurde, dass jeder Fellpopo so seine Themen hat, warum fremde Hunde, Katzen und Schubkarren zum Endgegner werden können und wie ein Herz mit großer Schnauze verdammt noch mal auf ihr Sofa kam – witzig, ehrlich, tierisch schön.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden im nördlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens. Trotz ihres Abschlusses als Diplom-Sozialwissenschaftlerin ist sie heute weder Taxifahrerin noch arbeitslos. Stattdessen ist sie in den Bereichen Planung, Kommunikation sowie Öffentlichkeitsarbeit tätig. Und da all das, was im Arbeitsleben keinen Platz fand, auch irgendwo hinmusste, fing sie mit dem Schreiben an. "Doggenküsse" ist ihr Debütroman. Ihr Chaospfotenprojekt ist zu einer Herzensangelegenheit geworden. "Chaos, Mut und Hundekekse" ist das erste aus einer Reihe. All die Erlebnisse passen gar nicht in ein Buch.