Regelmäßige Ausstellungen sorgen im Rathaus Petershagen für einen abwechslungsreichen Kunstgenuss. Werke der Künstlerinnen Melanie Adomat und Lilli Fischer sind aktuell in der Flurgalerie des Rathauses Petershagen unter dem Titel „Farbe trifft Vergänglichkeit“ zu sehen. Die beiden Schöpferinnen aus dem Petershäger Künstlernetzwerk P.Art folgen mit ihrer Schau auf die Ausstellung der Künstler Jochen Kubos und Axel Badstübner.
Die Eltern von Lilli Luna Fischer waren beide auf Bühnen aktiv. Die ausgebildete Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin fand 2020 zur Malerei. Ihre erste Ausstellung hatte „Lilu“, wie sie sich mit ihrem Künstlerinnennamen nennt, im Jahr 2022 in der „Galeria Azur“ in Berlin. Aktuell lebt die in Berlin aufgewachsene Künstlerin in Petershagen und ist Teil des Petershäger Netzwerkes „P.Art“.
Zu ihrer Kunst sagt Lilu: „Ich nehme einen Impuls auf, den meine Sinnesorgane mir ermöglichen, und versuche ihn durch meinen Körper reisen zu lassen, bis er durch künstlerisches Schaffen aus mir herausbricht. Meine Bilder geben dem Betrachter eine Idee, mehr nicht… Wenn unsere Augen das sehen könnten, was sie sollten, dürften wir sie niemals öffnen. Kunst ist frei!“
Die Werke von Lilli Fischer stehen für die „Farbe“ im Titel der Ausstellung.
Während die zweite Künstlerin, Melanie Adomat, mit ihrer Lost-Place-Fotografie für die „Vergänglichkeit“ im Ausstellungstitel „Farbe trifft Vergänglichkeit“ steht. „Melli“, wie sie von ihren Kolleginnen und Kollegen aus der P.Art genannt wird, lebt und arbeitet ebenfalls in Ostwestfalen. Die ursprünglich aus dem Sauerland kommende Künstlerin ist seit langer Zeit von der Fotografie als Kunstform fasziniert. Vor über drei Jahren legte sie ihren künstlerischen Schwerpunkt auf die Lost-Place-Fotografie. In ihren Arbeiten setzt sich Melanie Adomat mit den Themen Vergänglichkeit, Stille und verlassene Räume auseinander. Zu den Objekten, die sie in ihren Fokus nimmt, erläutert sie: „Mit meiner Kamera halte ich fest, was dem Blick der meisten längst entzogen ist: Orte, die vom Leben erzählen – still, verlassen, doch voller Geschichte. Ich mache das Vergängliche sichtbar, ohne zu verändern. Jeder Raum, jedes Detail wird mit Respekt behandelt – als stummes Zeugnis vergangener Zeiten und gelebter Geschichten“. Für „Melli“ bedeute Lost-Place-Fotografie nicht nur Abenteuer, sondern auch Achtsamkeit. Ihr Credo lautet daher: „Take nothing but pictures - leave nothing but footprints“.
Melanie Adomats Fotografien waren bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen u. a. im Heimathaus Hartum, im Begegnungszentrum Bärenkämpen sowie im Schloss Petershagen (2025), zur Premierenveranstaltung „KulturPlus“ (5. November 2025) und zum 1. Langen Abend im Museum (24. Januar 2026) jeweils im Backhaus in Windheim No. 2 sowie im ehemaligen SØR in der Bäckerstraße in Minden im Rahmen der P.Art-Ausstellung als auch im Rahmen der KulturLounge Minden, deren Mitglied sie ebenfalls ist.
Die Ausstellung „Farbe trifft Vergänglichkeit“ ist bis Ende April 2026 zu den Öffnungszeiten im Rathaus Petershagen zu sehen.